Neuigkeiten aus Land und Region

Es gibt immer viel zu berichten aus einem so lebendigen Verband wie dem Kinderschutzbund in Rheinland-Pfalz. Ob Landesverband, Kreis- oder Ortsverband: Wir zeigen gerne, was wir tun, wo wir uns engagieren. Weil wir überzeugt sind von der Arbeit für den Kinderschutz, weil wir Sie vom Kinderschutz überzeugen wollen, weil wir Mitstreiter brauchen.

Auf diesen Seiten präsentieren wir Ihnen eine Auswahl von Neuigkeiten aus dem ganzen Land.

Auch wegen der Kinder von Lügde: Präventionsprojekt gestartet

Fassungslos. Dieses Wort beschreibt am besten die Reaktion auf Berichte über Kindesmissbrauch. Wir verlieren die Fassung, dazu braucht es keine weiteren Hinweise auf die schrecklichen Taten von Lügde oder andere Missbrauchsfälle, über die man liest, von denen man hört. Der Landesverband Rheinland-Pfalz will etwas dagegen tun. Unser Mittel ist Prävention auf vielen Ebenen: Die Lehrer*innen fortbilden und sensibilisieren, die Eltern aufklären und empfänglicher machen für das, was Kinder oft nur zwischen den Zeilen ausdrücken, und die Kinder mit dem Thema vertraut machen, ihnen verdeutlichen, wann und sie sich wehren sollen. Das will unser Präventionsprojekt gegen sexuelle Gewalt leisten, das jetzt gestartet ist und an Schulen im ganzen Land zu Gast sein wird. Wenn wir genügend Spender*innen und Sponsor*innen finden, wird es fortgesetzt.

Die Lotto-Stiftung Rheinland-Pfalz und ihre Jahresaktion „Kinderglück“ stellen sicher, dass das Projekt ein Jahr lang an mindestens 20 Schulen stattfinden kann; die ersten zehn noch in 2019. Im Kern ist es ein Projekt des Kreisverbandes Koblenz, der es jetzt noch einmal komplett überarbeitet hat und es für den Landesverband verwirklicht. Mit dabei sind Fachleute für die Fortbildung der Lehrerkollegien, die regelmäßig auch in Folgejahren angeboten wird, und für die Elternabende. Mit dabei ist auch die theaterpädagogische Werkstatt Osnabrück, die mit ihren interaktiven Theaterstücken die Kinder altersgerecht befähigt, ihren Gefühlen zu vertrauen, mit sensiblen Erwachsenen offen zu reden und stark zu sein. Außerdem gibt es für die Schulen einen „Präventionskoffer“ voller Materialien für den Unterricht.

Wenn Sie sich als Eltern oder Lehrer für das Projekt interessieren, oder weil Sie uns als Spender oder Sponsor unterstützen wollen, melden Sie sich einfach in unserer Geschäftsstelle: info.xxx@keinSpam.kinderschutzbund-rlp.de oder 0175 / 5259718.

Vorbild Rheinland-Pfalz: Plätze der Kinderrechte

Rheinland-Pfalz hatte den ersten: In der Kannenbäckerstadt Höhr-Grenzhausen im Westerwald (nahe Koblenz) gibt es einen offiziellen „Platz der Kinderrechte“, den ersten in Deutschland. Dann verlieh die Landeshauptstadt Mainz ihrem Goethe-Platz die offizielle Zusatzbezeichnung „Platz der Kinderrechte“, und so heißt jetzt auch die Bushaltestelle. Bad Kreuznach folgte auf dem Fuß. Die Aktion zog Kreise, der Bundesverband würdigte diese Umsetzung eines globalen Themas in der greifbaren Kommunalpolitik – wo Kinderrechte die Tagesordnung prägen. Jetzt gibt es Plätze der Kinderrechte in Wiesbaden (Hessen), Neuss (Nordrhein-Westfalen), Elmshorn und Pinneberg (Schleswig-Holstein). Für dieses Jahr geplant sind noch Bad Bevensen (Niedersachsen), Nierstein (RLP) und Ratzeburg (Schleswig-Holstein).

Mitten in der Stadt: Auch Neuss bekennt sich mit der Taufe eines offiziellen Platzes zu den Kinderrechten. Die Einweihung begleiteten neben Bürgermeister Reiner Breuer und dem DKSB-Präsidenten Heinz Hilgers u.a. die ehemalige Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth, die ehemalige EKD-Ratsvorsitzende Margot Käßmann und CDU-Bundespolitiker Hermann Gröhe.